Psychosoziale Nachsorge beim DRK- Ortsverein Schenefeld
Wieso psychosoziale Nachsorge?
Die Diagnose Krebs löst bei vielen Betroffenen eine Lebenskrise aus, die auch oft die ganze Umgebung des Erkrankten mit betrifft. Körperliche und seelische Probleme können – zumindest vorübergehend – die Folgen sein. Überdies sieht sich der Einzelne mit einer Fülle von persönlichen, familiären und sozialen Fragen oftmals alleingelassen. In solchen Situationen zu helfen und Wege zurück in den Alltag zu zeigen, ist ein Anliegen des Roten Kreuzes.
Deshalb gibt es im Deutschen Roten Kreuz die Psychosoziale Krebsnachsorge.
Angebote
Beratung, Gruppentreffen, Erfahrungsaustausch, Vermittlung sozialer Kontakte und Hilfen, Informationen über sozialrechtliche Fragen, Gespräche und Information für Betroffene und Angehörige, Einzelgespräche nach Vereinbarung.
Diese Angebote sind kostenlos, die Mitarbeiter/innen unterliegen der Schweigepflicht.
So sieht unsere Hilfe aus
Gesprächskreise, in denen Sie Kontakte zu anderen Betroffenen finden, Erfahrungen austauschen und Informationen bekommen. Hier erleben Sie den Zusammenhalt und die psychische Unterstützung einer begleiteten Selbsthilfegruppe und können gemeinsam aktiv werden, z.B. bei Entspannungsübungen oder Unternehmungen.
Einzelgespräche, persönlich oder auch gerne telefonisch, im Einzelfall auch bei Ihnen zu Hause.
Krankenhausbesuche.
Wir informieren Sie und helfen Ihnen weiter, z.B. durch:
* Informationsmaterial oder Vorträge
* Vermittlung von sozialen Diensten wie häusliche Pflege, Essen auf Rädern
* Hilfe bzw. Vermittlung bei Anträgen
Sprechzeiten
Sprechstunde:
jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 14.00 – 15.00 Uhr
Gesprächskreis:
jeden 3. Donnerstag im Monat von 15.00 – 17.00 Uhr
Ansprechpartner:
- Regina Spitzmann (Tel.: 04101 – 66590)
Eine Kontaktaufnahme ist ebenfalls möglich über die Sozialberatung Schenefeld (Tel.: 040 - 830 999 98 / Fax:040 - 830 999 69) oder direkt per E-Mail.
Ein erfülltes Leben mit einer Krebserkrankung ist möglich
Wir möchten Ihnen gerne dabei helfen.
Der Einzelne steht vor einer Fülle von persönlichen, familiären und sozialen Fragen und fühlt sich oftmals allein gelassen. In einem solchen Lebensabschnitt braucht man in besonderem Maße andere Menschen; für Gespräche und Fragen, um Verständnis zu finden und um Informationen zu bekommen.
In dieser Situation da zu sein und Wege zurück in den Alltag zu zeigen, ist Anliegen des Roten Kreuzes. Bereits seit 1979 ist der DRK-Landesverband Schleswig-Holstein im Bereich der Psychosozialen Krebsnachsorge aktiv. "Psychosozial" steht dabei für alle nicht-medizinischen Hilfen, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität von krebskranken Menschen beitragen. Inzwischen gibt es in Schleswig-Holstein etwa 50 Gesprächskreise für Betroffene und Angehörige. Sie werden begleitet von erfahrenen und geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen, die oft selbst Betroffene sind. Diese stehen Ihnen gerne für Fragen und Einzelgespräche zu Verfügung.
Sind Sie Angehörige/r oder Freund/in eines an Krebs erkrankten Menschen?
Durch eine Krebserkrankung ändert sich die familiäre Lebenssituation meist völlig überraschend und sehr einschneidend. Nicht nur medizinische Hilfe ist jetzt gefragt. Während sich erkrankte Menschen in den letzten Jahren zunehmen in Gesprächskreisen zusammenfinden, sind Angehörige oft verunsichert und ziehen sich eher in sich selbst zurück.
Angehörige befinden jedoch in einer ähnlichen Lage wie die Erkrankten selbst: sie sind zutiefst erschüttert, haben viele Fragen, Ängste und Probleme, mit denen sie sich allein gelassen fühlen.
Darüber hinaus sollen und wollen sie Stütze und Halt für die Betroffenen sein.
Auch Sie als Angehöriger brauchen Zeit, sich mit der Erkrankung Krebs auseinander zu setzen. Es kann sehr hilfreich sein, Ihre Ängste und Sorgen in einem geschützten Rahmen auszusprechen und zu erfahren, wie es anderen in einer ähnlichen Situation geht. Im gemeinsamen Gespräch können nicht nur Erfahrungen ausgetauscht werden, es entstehen vielleicht auch neue Kontakte zu Menschen, die wie Sie Unterstützung suchen, um die Kräfte zu erhalten und neue zu sammeln.
Wir unterstützen Sie gerne, wenn Sie Interesse am Gespräch mit anderen Angehörigen oder der Gründung einer speziellen Angehörigen- Gruppe zum Thema Krebs haben. Fragen Sie uns.